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Donnerstag, 17. Juli 2014

KenFM im Gespräch mit: Evelyn Hecht-Galinski

Evelyn Hecht-Galinski ist die Tochter von Heinz Galinski. Dessen Motto lautete: 
"Ich habe Ausschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen."
Hecht-Galinski ist eine engagierte Menschenrechtsaktivistin. Für sie gehört die Möglichkeit sich einzumischen, zu den entscheidenden Rechten in einer Demokratie, aber eben auch zur ersten Bürgerpflicht, wenn man als Einzelner erkennt, dass sich die eigene Regierung an Terror, Propaganda und Kriegshetze beteiligt. Sei es solo oder im Schatten einer Supermacht.

Wer nur zusieht und Unrecht geschehen lässt, ohne das Wort zu erheben, ohne zu Widersprechen, ohne seinen Protest und seine Empörung Kund zu tun, ist für Evelyn Hecht-Galinski ein Mitläufer, der speziell aus der Geschichte dieser Nation nichts gelernt hat. Wegducken war nie eine Option für sie. Sie mischt sich ein, spricht laut aus, was ihr unter den Nägeln brennt und macht sich damit angreifbar.

KenFM besuchte die Publizistin erneut an Ihrem Wohnort in der Nähe Freiburgs und sprach mit ihr über aktuelle Weltpolitik, Russland-Bashing, das fehlende Rückgrad des Bundespräsidenten, die Rolle der USA und die Situation der Palästinenser.

Dieses Gespräch wurde kurz nach dem Verschwinden der drei Talmund-Schüler in den besetzten Gebieten aufgezeichnet. Zum damaligen Zeitpunkt war noch nicht klar, dass die israelischen Jugendlichen ermordet wurden, wurde kein 16-jähriger Palästinenser aus Rache bei lebendigem Leibe verbrannt und wurden weder von der Hamas noch von der israelischen Armee massive Angriffe mit Raketen bzw. Kampfjets durchgeführt.


Samstag, 31. Mai 2014

KenFM über: WERDET MILITANT!

"Die Gefahr der künstlichen Intelligenz liegt nicht darin, dass Maschinen mehr und mehr wie Menschen denken, sondern dass Menschen mehr und mehr wie Maschinen denken."
- Joseph Weizenbaum 


Der Mensch steht an der Schwelle zur vollständigen Versklavung. Soziale Netzwerke im Verbund mit Suchmaschinen und dem Trend zur vollständigen Digitalisierung auf der einen Seite, sowie immer leistungsfähigere und kleinere Chips auf der anderen Seite sind der ideale Nährboden auf dem das Know-How der Neurologie, Robotertechnik und Nano-Technologie gedeihen kann. Der Mensch wird schon in Kürze digital upgedatet.

Sein Verhalten wird schon heute weitgehend ausgespäht und manipuliert. Die Gedanken sind nur so frei wie der Chip im Hirn es noch zulässt. Das alles dient dem Machterhalt einer immer kleiner werdenden Elite. Orwell war ein Optimist.



Mittwoch, 23. April 2014

Krieg der Drohnen

Im Visier der unbemannten Flugkörper: Tausende Menschen wurden seit 2004 bereits durch Drohnen im pakistanischen Waziristan getötet. Die beiden Menschenrechtsanwälte Shahzad Akbar und Clive Stafford Smith vertreten diese Drohnenopfer und ihre Angehörigen. Sie kämpfen gegen den Drohnenkrieg und die CIA - und fordern von der Politik, Verantwortung zu übernehmen, mehr Transparenz zu zeigen und in der Konsequenz juristische Grundlagen für diese offizielle Kriegsführung zu schaffen.

Sie steuerten die Kampfflugzeuge: Die beiden ehemaligen Drohnen-Piloten Brandon Bryant und Michael Haas haben jahrelang ihre Gegner durch die Drohnenkameras beobachtet und - wenn sie sich ihrer Identität sicher waren - den entscheidenden Knopf gedrückt. Ihre "Kunst" der Kriegsführung hatten sie schon früh mit Videospielen gelernt. Dann haben sie mit ihren Joysticks Menschen getötet und leiden jetzt unter posttraumatischen Syndromen.

Immer ausgefeiltere unbemannte Waffensysteme werden entwickelt. Was bedeutet das für die Zukunft der Kriegsführung? Sollen in Zukunft wirklich Roboter entscheiden, wer wann und wo getötet wird? Machen es die neue Technologie und die großen Distanzen zu leicht, Menschen zu töten? Oder werden gerade dadurch Menschenleben gerettet, weil sich die Kriegsgegner nicht mehr im direkten Kampf gegenüberstehen? 

Der Film gibt dem geheimen Drohnenkrieg viele Gesichter. Zahlreiche Experten machen deutlich, welche vielschichtigen Konsequenzen das Drohnengeschäft hat.


Dienstag, 11. Februar 2014

Deckname Artischocke

In den 50er Jahren führte die CIA geheime Experimente zur Gehirnwäsche durch. Den Opfern wurden Drogen verabreicht, sie wurden unter Hypnose gesetzt und gefoltert. Ziel dieser Versuche war es, den menschlichen Willen zu brechen, um z. B. sowjetische Agenten zur Preisgabe von Geheimnissen zu zwingen. 


Einige der unter dem Decknamen "Artischocke" durchgeführten Experimente verliefen tödlich. Zu den beteiligten CIA-Wissenschaftlern gehörte Frank Olson. Im November 1953 stürzte er aus dem Fenster eines New Yorker Hotels. Sein Tod wurde als Selbstmord deklariert. Doch als Olsons Sohn nach über 40 Jahren den Leichnam exhumieren und obduzieren ließ, stellte sich heraus, dass sein Vater wahrscheinlich Opfer eines Verbrechens geworden war. 

Die Dokumentation folgt den Spuren Olsons, der zunächst mit der Erprobung biologischer Waffen beschäftigt war, darunter Anthrax. Zeugen sprechen erstmals über die Hintergründe der streng geheimen Tätigkeit. Und in Olsons Nachlass finden sich Amateurfilme und Dias, die der Wissenschaftler in seinen letzten Lebensjahren machte und die faszinierende Einblicke in die Welt des US-Geheimdienstes während des Kalten Krieges gewähren. 

Ein Verdacht drängt sich auf: Frank Olson war schockiert über die grauenhaften Verhöre der CIA, die größtenteils in Deutschland stattfanden - an Kriegsgefangenen, an Flüchtlingen aus Osteuropa, die man für Spione hielt, und an eigenen Landsleuten. 

Nach der Rückkehr von seiner letzten Europareise im August 1953 wollte Olson aussteigen. Das konnte die CIA nicht zulassen. Denn Olson kannte Staatsgeheimnisse auf dem Gebiet der biologischen Kriegsführung, die um keinen Preis bekannt werden durften.