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Freitag, 22. August 2014

Die Ware Wahrheit und der mediale Widerstand im Internet

Die ReWASH-Filmproduktion hat ihre erste Online-Dokumentation mit dem Titel "Die Ware Wahrheit und der mediale Widerstand im Internet" veröffentlicht.  Die Doku beschäftigt sich mit der Frage, ob die Massenmedien ihre Informations- und Kontrollfunktion noch ausreichend wahrnehmen und was alternative Internetmedien zukünftig bewegen können.

Seit einiger Zeit formiert sich der mediale Widerstand im Internet. Überparteilich, unabhängig und mit allen Möglichkeiten des Web 2.0 bestens vertraut, berichtet eine wachsende Szene von Netzaktivisten schonungslos darüber, was in Zeitungen und Fernsehen gerne verschwiegen wird. In der Dokumentation kommen Politblogger, Webseitenbetreiber, Video-Macher und Journalisten genauso wie Medien- und Kommunikationswissenschaftler zu Wort. Viele der hier vorgestellten unabhängigen Medienmacher sehen sich als Teil der sogenannten Wahrheitsbewegung. 

Was sie eint, ist der Zweifel an der offiziellen Version der Geschehnisse vom 11. September 2001. Daneben berichten sie auf ihren Webseiten über viele weitere brisante Themen und beteiligen sich auf ihre Art und Weise aktiv am politischen Meinungsbildungsprozess. Doch wie vertrauenswürdig sind die unabhängigen Netzmedien? Und wie ist es um die Glaubwürdigkeit der Mainstream-Medien bestellt? Bei den unterschiedlichen "Wahrheiten" gilt es natürlich immer kritisch zu bleiben und bestenfalls nach dem Motto einer der Interviewpartner zu verfahren, sprich: "Nichts glauben, selbst prüfen!"


Donnerstag, 21. August 2014

nachdenKEN über: Stoppt Putin jetzt?!

Die Zeichen in Europa 2014 stehen auf Krieg. In der West-Presse wird gegen Putin gehetzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Was mit der Krim nicht geklappt hat, soll jetzt die havarierte MH17 richten - und die deutsche Presse, der Spiegel ganz vorne mit dabei, orientiert sich stark an der britischen Krawall-Presse. Was der australische Historiker Clark in seinem Werk "Die Schlafwandler" 1914 beschrieb, das Hineintaumeln in einen Weltkrieg, spielt sich erneut direkt vor unseren Augen ab. Sind wir in Europa noch bei Trost, oder wie ist die allgemeine Lethargie zu erklären?

Im Irak können wir erkennen, was konventionelle Waffensysteme heute anrichten können. Pures Chaos. Und in Gaza erleben wir erneut, wie ein Staat Menschenrechte mit Füßen tritt - und dieser Staat dabei behauptet, westliche Werte zu vertreten. Die Mahnwache für den Frieden waren nie notwendiger als jetzt, denn unsere Politiker sind Komplizen eines verbrecherischen Wirtschaftssystem, das Krieg, also Mord und Totschlag, inzwischen alltäglich und global anwendet, um sein Bestehen zu sichern. Wer hier weiter passiv bleibt und sich für nicht zuständig erklärt, hat aus der Vergangenheit nichts gelernt, wird aber in der Gegenwart einen hohen Preis zahlen müssen.


KenFM im Gespräch mit: Rainer Rupp (Topas) - Teil 1

Rainer Rupp hatte eine Bilderbuch-Karriere bei einer Organisation vorzuweisen, die jeden ihrer Angestellten vor der Einstellung buchstäblich röntge. Rupp war in der Verwaltung der NATO, ganz ganz oben.

Auf dem 70. Geburtstag seiner Mutter erschien plötzlich ein Sondereinsatzkommando, um Rupp und seine Ehefrau wegen schweren Landesverrates zu verhaften. Rupp war als Agent der HVA aufgeflogen. Jahrelang hatte er unter dem Decknamen "Topas" die geheimsten Angriffs- und Verteidigungspläne der NATO nach Ostberlin verraten.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten, für die er zu einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt wurde, hatte er bei der NATO-Übung "Able Archer" 1983 durch die Weitergabe entscheidender, "Cosmic Top Secret"-Informationen, auch einen Atomkrieg verhindert, der sich sonst "aus Versehen" zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ereignet hätte.

Im Gespräch mit KenFM gibt Rupp das längste und offenste Interview seines Lebens, mit einer Dauer von knapp zweieinhalb Stunden. Politik und Zeitgeschichte spannend wie ein Krimi.


Montag, 11. August 2014

KenFM im Gespräch mit: Hans-Christof von Sponeck (Teil 2)

Hans-Christof von Sponeck gehörte zu den ersten Wehrdienstverweigerern der damals jungen Bundesrepublik Deutschland. Im Anschluss entschied er sich für eine Bewerbung bei den Vereinten Nationen. Seit 1968 verbrachte er über 30 Jahre im Dienste der UN und war in dieser Zeit neben den Zentralen in New York und Genf unter anderem in Ghana, Pakistan und Botswana im Einsatz.

Seine letzte Station war der Irak. Von Sponeck legte 2000 aus Protest gegen die Sanktionspolitik der USA nach 17 Monaten in Bagdad das Amt nieder. 500 000 verhungerte Kinder als "Preis", um das Land wieder auf "West-Kurs" zu bringen, widersprachen allem, was er in der Menschenrechtscharta als richtig erkannt hatte.

Hans-Christof von Sponeck ist offiziell im Ruhestand. In der Realität ist der heute 75-jährige so umtriebig wie nie zuvor. So lehrte er beispielsweise bis vor kurzem im Zentrum für Konfliktforschung an der Universität Marburg und gibt Seminare an der Universität Basel. Zudem veröffentlicht er Artikel und Sachbücher. 

Von Sponeck entstammt der alten Militärfamilie von Sponeck. Sein Vater, Hans Emil Otto Graf von Sponeck, 1888 geboren, kämpfte im Ersten und Zweiten Weltkrieg für Deutschland. Nachdem er seiner Einheit beim Russlandfeldzug 1941 eigenmächtig den Rückzug befahl, da die Rote Armee seine Truppe sonst aufgerieben hätte, wurde er am 23. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde von Adolf Hitler jedoch in eine lebenslange Haft umgewandelt.

Im Zuge des Hitlerattentates vom 20. Juli 1944 jedoch wurde die Haftstrafe durch Himmler erneut in eine Todesstrafe umgewandelt und General von Sponeck hingerichtet. Damals war Hans-Christof fünf Jahre alt. Der Tod des Vaters und die spätere Beschäftigung mit der deutschen Geschichte haben ihn tief geprägt und eine andere als eine militärische Laufbahn einschlagen lassen. Er hat sich fortan ohne Wenn und Aber dem Frieden verschrieben, zu dem es seiner Meinung nach keine Alternative gibt.

Kooperation statt Konkurrenz.
Demut statt Überheblichkeit.
Humanismus statt Militarismus.

KenFM traf den langjährigen UN-Diplomaten in der Nähe Freiburgs und sprachen mit ihm über die Bilanz seiner Arbeit und die aktuellen Krisenherde der Welt - den Irak, die Ukraine und Gaza. Das Gespräch dauert rund 120 Minuten und hat einen tiefgreifenden Eindruck hinterlassen. Der Mann gehört zu den intellektuellen Lichtblicken in diesem Land. Für ihn sind Ethik und Moral keine Mode, die man mal mehr, mal weniger vor sich her trägt.

Die zentrale Botschaft, die wir aus dieser Begegnung mitnehmen konnten, laut:
Frieden ist möglich, wenn wir - die Bürger - endlich den Mut aufbringen, den Kriegstreibern in allen Bereichen zu widersprechen.


KenFM im Gespräch mit: Hans-Christof von Sponeck (Teil 1)

Hans-Christof von Sponeck gehörte zu den ersten Wehrdienstverweigerern der damals jungen Bundesrepublik Deutschland. Im Anschluss entschied er sich für eine Bewerbung bei den Vereinten Nationen. Seit 1968 verbrachte er über 30 Jahre im Dienste der UN und war in dieser Zeit neben den Zentralen in New York und Genf unter anderem in Ghana, Pakistan und Botswana im Einsatz.

Seine letzte Station war der Irak. Von Sponeck legte 2000 aus Protest gegen die Sanktionspolitik der USA nach 17 Monaten in Bagdad das Amt nieder. 500 000 verhungerte Kinder als "Preis", um das Land wieder auf "West-Kurs" zu bringen, widersprachen allem, was er in der Menschenrechtscharta als richtig erkannt hatte.

Hans-Christof von Sponeck ist offiziell im Ruhestand. In der Realität ist der heute 75-jährige so umtriebig wie nie zuvor. So lehrte er beispielsweise bis vor kurzem im Zentrum für Konfliktforschung an der Universität Marburg und gibt Seminare an der Universität Basel. Zudem veröffentlicht er Artikel und Sachbücher. 

Von Sponeck entstammt der alten Militärfamilie von Sponeck. Sein Vater, Hans Emil Otto Graf von Sponeck, 1888 geboren, kämpfte im Ersten und Zweiten Weltkrieg für Deutschland. Nachdem er seiner Einheit beim Russlandfeldzug 1941 eigenmächtig den Rückzug befahl, da die Rote Armee seine Truppe sonst aufgerieben hätte, wurde er am 23. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde von Adolf Hitler jedoch in eine lebenslange Haft umgewandelt.

Im Zuge des Hitlerattentates vom 20. Juli 1944 jedoch wurde die Haftstrafe durch Himmler erneut in eine Todesstrafe umgewandelt und General von Sponeck hingerichtet. Damals war Hans-Christof fünf Jahre alt. Der Tod des Vaters und die spätere Beschäftigung mit der deutschen Geschichte haben ihn tief geprägt und eine andere als eine militärische Laufbahn einschlagen lassen. Er hat sich fortan ohne Wenn und Aber dem Frieden verschrieben, zu dem es seiner Meinung nach keine Alternative gibt.

Kooperation statt Konkurrenz.
Demut statt Überheblichkeit.
Humanismus statt Militarismus.

KenFM traf den langjährigen UN-Diplomaten in der Nähe Freiburgs und sprachen mit ihm über die Bilanz seiner Arbeit und die aktuellen Krisenherde der Welt - den Irak, die Ukraine und Gaza. Das Gespräch dauert rund 120 Minuten und hat einen tiefgreifenden Eindruck hinterlassen. Der Mann gehört zu den intellektuellen Lichtblicken in diesem Land. Für ihn sind Ethik und Moral keine Mode, die man mal mehr, mal weniger vor sich her trägt.

Die zentrale Botschaft, die wir aus dieser Begegnung mitnehmen konnten, laut:
Frieden ist möglich, wenn wir - die Bürger - endlich den Mut aufbringen, den Kriegstreibern in allen Bereichen zu widersprechen.

Link zu Teil 2 

Donnerstag, 5. Juni 2014

KenFM im Gespräch mit: Christoph Hörstel (Teil 3: NATO, China, USA, Afrika)

Christoph Hörstel hat 20 Jahre als Sonderkorrespondent für die ARD gearbeitet und innerhalb dieser Zeitspanne rund 2 500 Live-Einblendungen, vor allem aus dem Ausland und Krisenregionen wie Afghanistan, Pakistan und dem Irak, absolviert. Er war zum Beispiel der einzige westliche Journalist, der 2001 in Kabul beim Sturz der Taliban vor Ort war.

Christopher Hörstel ist ein ausgemachter Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und versteht wie nur wenige die komplexen Zusammenhängen in den Regionen, die uns Tag und Nacht in den Nachrichten als Krisenherde verkauft werden. KenFM versucht, dieses für die meisten chaotische Puzzle zu einem logischen Bild zusammenzusetzen. Der Autor, Journalist und Regierungsberater Christoph Hörstel steht dabei Rede und Antwort - und unterscheidet sich vor allem durch seine klaren und schonungslosen Analysen. Bei Christoph Hörstel wird die sonst so trockene Außenpolitik zu einem spannenden Krimi.

Link zu Teil 1

Link zu Teil 2



KenFM im Gespräch mit: Christoph Hörstel (Teil 2: Afghanistan, Terrormanagement, Naher Osten)

Christoph Hörstel hat 20 Jahre als Sonderkorrespondent für die ARD gearbeitet und innerhalb dieser Zeitspanne rund 2 500 Live-Einblendungen, vor allem aus dem Ausland und Krisenregionen wie Afghanistan, Pakistan und dem Irak, absolviert. Er war zum Beispiel der einzige westliche Journalist, der 2001 in Kabul beim Sturz der Taliban vor Ort war.

Christopher Hörstel ist ein ausgemachter Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und versteht wie nur wenige die komplexen Zusammenhängen in den Regionen, die uns Tag und Nacht in den Nachrichten als Krisenherde verkauft werden. KenFM versucht, dieses für die meisten chaotische Puzzle zu einem logischen Bild zusammenzusetzen. Der Autor, Journalist und Regierungsberater Christoph Hörstel steht dabei Rede und Antwort - und unterscheidet sich vor allem durch seine klaren und schonungslosen Analysen. Bei Christoph Hörstel wird die sonst so trockene Außenpolitik zu einem spannenden Krimi.

Link zu Teil 1

Link zu Teil 3


KenFM im Gespräch mit: Christoph Hörstel (Teil 1: Syrien, Türkei, Iran)

Christoph Hörstel hat 20 Jahre als Sonderkorrespondent für die ARD gearbeitet und innerhalb dieser Zeitspanne rund 2 500 Live-Einblendungen, vor allem aus dem Ausland und Krisenregionen wie Afghanistan, Pakistan und dem Irak, absolviert. Er war zum Beispiel der einzige westliche Journalist, der 2001 in Kabul beim Sturz der Taliban vor Ort war.

Christopher Hörstel ist ein ausgemachter Kenner des Nahen und Mittleren Ostens und versteht wie nur wenige die komplexen Zusammenhängen in den Regionen, die uns Tag und Nacht in den Nachrichten als Krisenherde verkauft werden. KenFM versucht, dieses für die meisten chaotische Puzzle zu einem logischen Bild zusammenzusetzen. Der Autor, Journalist und Regierungsberater Christoph Hörstel steht dabei Rede und Antwort - und unterscheidet sich vor allem durch seine klaren und schonungslosen Analysen. Bei Christoph Hörstel wird die sonst so trockene Außenpolitik zu einem spannenden Krimi.

Link zu Teil 2

Link zu Teil 3



Mittwoch, 4. Juni 2014

KenFM über: Die Linken mit den Urheber-Rechten

Angst. Sie haben Angst. Alle.

Vor allem die sogenannten Linken. Angst vor der vorherrschenden Meinung in der eigenen Gruppe. Diese Angst herrscht tatsächlich. Sie hat jegliche persönliche Meinungsfreiheit erstickt. Kadergehorsam geht über persönliche Erfahrung. Das schlauste ist es, nachdem die Köpfe einer Gruppe die Meinungshoheit erobert haben, alles zu vermeiden, was dazu führen könnte sich ein eigenes Bild zu machen. Das würde im Falle X nur zu privaten Problemen führen. Man müsste gar nicht offiziell widersprechen. Es reicht, in seinem Inneren eine Art Diskrepanz zu spüren. Erkennen zu müssen, dass man keineswegs anders ist oder freier als der "politische Gegner".

Im Gegenteil. Das Image der Gruppe, zu der man bisher zu gehören glaubte, da hier "anders" gedacht und "anders" gehandelt wurde - frei -dieses Image wäre nicht weiter aufrecht zu erhalten. Würde man erst einmal eine persönlich gemachte Erfahrung ÜBER die Zentralerkenntnis der Personen stellen, die diesen Meinungs-Clan befehligten, dann gäbe es intern Krieg. Extern ausgetragen in einem Shitstorm.

Erbärmlich. Verlogen. Feige. So stünde man vor sich selber da, wenn man dem DOGMA nicht widerspräche, da man eine andere persönliche Erfahrung gemacht hatte. Also vermeidet man in seinem Käfig voller "freier" Bürger alles, was persönlich oder in der Gruppe irritieren könnte. Man bleibt weiter in der Spur, die Dritte vorgezeichnet haben...


Dienstag, 3. Juni 2014

nachdenKEN über: Echte Demokratie vs. Europawahl

Am 25. Mai ist Europawahl. Ob man eine Wahlkabine aufsuchen sollte? Ja klar, jedenfalls wenn man Berliner ist und parallel über die Zukunft des Flughafen Tempelhof entscheiden kann. Der Rest der Republik kann sich einen entspannten Sonntag machen, finden wir als KenFM-Redaktion. Denn Demokratie bedeutet nicht, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen. Demokratie bedeutet, sich einzubringen, für seine Ideale einzustehen und gemeinsam Lösungen zu finden. Dann aber auch an der Wahl einer Regierung teilzunehmen, widerspricht diesen Ansätzen in unseren Augen komplett. Denkt darüber doch einfach mal nach.


Samstag, 31. Mai 2014

Oskar Lafontaine über den Vorwurf "Putin-Versteher"

Oskar Lafontaine beleuchtet die einseitige und heuchlerische Behandlung der Ukraine-Krise und Russland seitens der EU und der USA. Ausschnitt aus der Sendung "Anne Will" mit dem Thema "100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg - Wie stabil ist Europa heute?" Über den Ersten Weltkrieg diskutieren Gesine Schwan, Christopher Clark, Heinrich August und Winkler und Oskar Lafontaine.

Zum Video

Dienstag, 15. April 2014

Precht: Ende der Geheimnisse - Die gläserne Gesellschaft

Das Internet hat die Voraussetzung für eine grenzenlose, radikal offene wie ungefilterte Kommunikation geschaffen. Diskussionen, Meinungen und Selbstdarstellungen von jedermann sind im Netz für jeden einsehbar. In Foren, Chats, Blogs, auf Twitter und Facebook kann heute jeder alles posten, liken oder Shitstorms - die Guillotine des 21. Jahrhunderts - gegen andere entfachen. Das Aufweichen der Grenzen zwischen Intimität und Öffentlichkeit hat ein neues Verständnis von Gesellschaft erzeugt, das viele nun nicht mehr nur auf die Netzwelt beziehen wollen.

Transparenz heißt das Gebot der Stunde, totale Offenheit im Politischen wie im Privaten. Über diesen vielschichtigen Begriff diskutiert der Philosoph und Erfolgsautor Richard David Precht in seiner ZDF-Philosophiesendung mit einer Expertin, die mit dem Thema bestens vertraut ist: Marina Weisband, Ex-Geschäftsführerin der Piratenpartei und Autorin.

Besonders die junge Generation fordert heute Transparenz: in der Arbeitswelt, der Wirtschaft und vor allem in der Politik. Was bisher hinter veschlossenen Türen verhandelt wurde, daran soll nun jede Bürgerin und jeder Bürger teilhaben können. Und in immer stärkerem Maße auch mit entscheiden dürfen. Mehr Teilhabe soll auch mehr Akzeptanz erzeugen. Aber ist die Forderung nach mehr gesellschaftlicher Transparenz das Heilmittel gegen Polit-Affären, Korruption, Machtmissbrauch und Politikverdruss? Brauchen wir, so fragt Precht, ein Update auf eine Demokratie 2.0? In der mit offener Kommunikation, einschließlich der Offenlegung aller Privatvermögen, wieder ein stärkeres Vertrauen zwischen Regierenden und Regierten geschaffen wird? Oder ist die Vision einer Transparenzgesellschaft in Wahrheit der Albtraum in Form einer Kontrollgesellschaft, in der dann, laut Lenin, Vertrauen gut, Kontroller aber eben besser ist?

Wie ist es überhaupt um das tatsächliche Bedürfnis der Menschen nach Einblick und Mitbestimmung bestellt? Marina Weisband beklagt in ihrem Buch "Wir nennen es Politik" den Widerspruch zwischen Desinteresse der Bevölkerung an politischer Einflussnahme aber der gleichzeitigen Lust am Shitstorm. Auch sie kommt, wie schon der Berliner Philosoph und Transparenz-Kritiker Byung-Chul Han, zu dem Schluss, dass das Instrument der simplen Machtausübung wohl kaum aus der Politik zu entfernen ist. Das aber schafft jene Politiker mit dem "Scheissegal-Gen", wie es Weisband nennt, die sich eher durch Durchsetzungskraft und Stehvermögen auszeichnen als durch gute politische Ideen. Hat Weisband ihren Traum von einer besseren Politik durch Transparenz bereits aufgegeben?


Donnerstag, 10. April 2014

KenFM über: Massenmörder appelliert an Weltgemeinschaft

"Es fällt mir schwer einzugestehen, dass ich ein Diener des Kapitalismus bin, den ich stets ablehnte. Ich wurde einer seiner Geheimpolizisten. Die CIA ist schließlich nichts anderes, als die Geheimpolizei des amerikanischen Kapitalismus, die Tag und Nacht die politischen Dammbrüche zuschaufelt, damit die Aktionäre der in den armen Ländern operierenden US-Gesellschaften weiterhin Gewinne einstreichen können.

Der Schlüssel zum Erfolg der CIA sind die zwei oder drei Prozent der Bevölkerung der armen Länder, die den Löwenanteil bekommen - und die bis heute fast überall mehr verdienen als 1960, während für die marginalisierten 50, 60 oder 70% der Bevölkerung immer weniger abfällt."

Diese Zeilen schrieb am 28. Oktober 1968 der CIA-Agent Philip Agee in sein Tagebuch. Er war 1957 in die "Firma" eingetreten, nachdem er gerade sein College-Studium beendet hatte.

Agee entschloss sich damals aus idealistischen Motiven, dem amerikanischen Auslandsgeheimdienst beizutreten. Wie er später bekundete, war er damals extrem naiv der CIA-Propaganda auf den Leim gegangen. Für ihn war die CIA damals noch ein Werkzeug, das dazu geschaffen worden war, um Despoten und totalitäre Regimes weltweit durch Demokratie und Bürgerrechte zu ersetzen.

Über Jahre erkannte der Mann, dass die CIA das exakt gegenteilige Ziel verfolgte - was ihn zum Whistleblower werden ließ.  Philip Agee wurde der Edward Snowden der 1970-er Jahre.



Seine Abrechnung mit der CIA erschien unter dem Titel "CIA Intern. Tagebuch 1956 - 1974".



Dieses Buch ist aktueller denn ja, ein MUSS. Es beinhaltet Basiswissen. Das, was Agee als Teil des stattlichen Terrornetzwerkes CIA damals erkannte und als Augenzeuge niederschrieb, gilt nach wie vor. Die CIA war und ist Teil eines US-amerikanischen Gewaltapparates, dessen mächtigste Geheimdienstabteilung wiederum die NSA ist.



Die Hauptaufgabe der NSA ist es, Informationen zu beschaffen. Egal, wie. Die NSA knackte z.B. 2012 die Verschlüsselung des UNO-Gebäudes in New York und hörte ab diesem Zeitpunkt alle Beamte ab, die dort zusammen kamen.



Die UNO repräsentiert die Weltgemeinschaft. Das Verwanzen des UNO-Gebäudes ist ein Schlag ins Gesicht der Welt und drückt aus, was die USA von dieser Welt hält. Wenig. Um nicht zu sagen: Nichts. Wer seine Freunde bespitzelt, für den sind die bespitzelten keine Freunde. Basta.



Lassen wir uns nicht täuschen -  die Auftraggeber der UN-Bespitzel-Operation sind immer noch auf freiem Fuß. Sie nutzen im Moment exakt dieselben Strukturen, um die "Restweltgemeinschaft" jetzt mit "Fakten" über den Status quo in Syrien zu versorgen. Das zu erreichende Ziel dieser Service-Leistung wurde aber schon beschlossen: Krieg.



Bundestag: Gysi redet Klartext über die Ukraine & Swoboda & Putin (deutsch / english)

Gregor Gysi (Die Linke) im Bundestag am 13.03.2014 über die Situation in der Ukraine.

Der einzig verbliebene deutsche Politiker, der in meinen Augen nicht komplett der Korruption und Machtbesessenheit verfallen ist.

KenFM über: Super-Marionetten

Der Bundesregierung in Sachen Menschenrechte Doppelmoral vorzuwerfen wäre mehr als unrecht. Es wäre schlicht falsch. Falsch deshalb, weil der Vorwurf der Doppelmoral vorGAUKelt, Person X oder Regierung Y hätte überhaupt eine Moral.

Moral und Macht passten vielleicht noch zusammen, als Macht mit einer gewissen Verbundenheit zu Heimat, Religion oder Ethnie zu tun hatte. Das ist lange vorbei.

Das Reagenzglas, in dem Macht seit Erfindung des Kapitalismus ähnlich gedeiht wie Krebs in einem Organismus, nennt sich im Neusprech "Markt".
Die Gesetze des modernen Marktes berufen sich am liebsten auf die Gesetze der Natur. Fressen und gefressen werden. Survival of the fittest.

Dabei übersieht diese kapitalistische Interpretation der Schöpfung, dass die Natur neben allem "Kampf" auch die Symbiose als Form der Gemeinschaft hervorgebracht hat und bis heute vorlebt. Oder die Co-Existenz.

Der moderne Mensch, so scheint es, kann mit Co-Existenz wenig anfangen. Die oder Wir, oder besser: Du oder ICH ist das Motto der Machtelite. Deren Zentrum findet der dem Westen angedockte Mensch in den USA.

Die USA sind im Moment der übrig gebliebene Titan des Kalten Krieges. Das hat nicht nur Vorteile, denn dieser Titan bezog seine Stabilität auch aus der Tatsache, dass es Jahrzehnte lang einen Gegenspieler gab. Ein Gegengewicht.

Mit dem Zusammenbruch der UdSSR entstand dann ein Machtvakuum und damit ein politischer Sog, der zu Instabilität führte.

Dieser Sog ist jetzt der Motor der Entwicklung. Hier handelt es sich gewissermaßen um eine Art Wettlauf. Ein Wettlauf um frei gewordenes Terrain. An diesem Wettlauf nehmen viele kleiner gewordene Player teil, aber vor allem einer, der wieder größer wird. Nach 150 Jahren Pause. Die Rede ist vom ehemaligen Weltreich China. Riesengroß, im Vergleich zur westlichen Kultur uralt und von einer Dynamik angeschoben, von der man in unseren Breiten nur träumen kann.

China will einen immer größeren Teil der globalen Kuchens, den man Ressourcenpool nennt und der der die Grundlage für geopolitische Herrschaft darstellt.